Montag, 9. Dezember 2013

Was vor dem Jenever geschah (vermutlich...) - in Auszügen



Mit etwas Verspätung nun auch der Blog des gestrigen Tages.  Wie schon zu erahnen ist, war die Blogschreiberin nach dem gestrigen Besuch im Jeneverladen nicht mehr dazu in der Lage, sondern wanderte kommentarlos von der Eingangstür in ihr Bett.
Entsprechend schwer fällt es ihr auch, nun zu rekapitulieren, was wir denn so erlebt hatten.

Nach einer doch überraschend zeitraubenden Erkundungstour durch die örtlichen Supermärkte, auf der Suche nach Bier und anderen örtlichen Spezialitäten, begann die Sightseeingtour erst gegen Mittag.
Als erstes erkundeten wir nun das Museum ‚Huis van Alijn‘, wo wir am Vortag ja bereits im Museumscafé verweilten.  Es gab einen Einblick  rund ums Leben in Belgien. Von der Geburt, über die Hochzeit bis zum Tod vergangener Jahre. Eine kleine Sonderausstellung zum Thema Sinterklaas und Spielzeug der letzten 5 Jahrzehnte rundete diese interessante Ausstellung ab.
Anschließend ging es zur St. Baafs-Kathedraal, die uns mit ihrer üppigen Ausstattung einfach nur sprachlos machte. Und auch hier gab es eine beeindruckende Rokokokanzel, die uns sehr stark an die Kanzel aus Antwerpen erinnerte. Das strenge Fotografieverbot mussten wir an dieser Stelle und auch an ein paar anderen leider mal kurz ignorieren.
Leider sind wir noch nicht dazu gekommen, zu erkunden, ob beide Kanzeln vom gleichen Künstler geschaffen wurden. Aber die Vermutung liegt nahe. Und natürlich gab es hier auch den Genter Altar zu bewundern. Jedenfalls die Teile, die nicht gerade restauriert werden. Ein wirklich beeindruckendes Werk.

In der wohlverdienten Pause verweilten wir im besten und ältesten Waffelcafé der Stadt. In dem Laden ist ein Betrieb wie auf dem Bahnhof und wir hatten pures Glück, dass grade ein Tisch frei wurde. Aber die Waffeln waren der pure Genuss!
So gestärkt ging es rauf auf den Belfried, von denen es in fast jeder größeren Stadt einen gibt. Es sind meist auch die Wahrzeichen der Städte. Und die 29, die davon in Belgien existieren, gehören alle miteinander zum Weltkulturerbe. Ein mühsamer Aufstieg blieb uns zum Glück erspart, denn man wurde mit einem Lift nach oben gefahren, obwohl Holger ja lieber die Treppe genommen hätte.
Den Gang über den schmalen Umlauf, um den tollen Blick über die Stadt zu genießen, mussten Andrea und Holger leider alleine antreten, da Susanne aufgrund ihrer Höhenangst passen musste. So übernahm Andrea kurzzeitig den Job als Fotografin, damit Susanne wenigstens hinterher sehen konnte, was sie verpasst hatte.

Und damit waren wir mit unserem Kulturprogramm des Tages auch schon durch. Ein kleiner Bummel über den Weihnachtsmarkt und ein recht ergiebiger Einkauf regionaler Produkte rundete den Hauptteil des Tages erfolgreich ab.

Dann kam der zweite Besuch beim Jeneverwirt unseres Vertrauens. Wieder hatten wir jede Menge Spaß beim Verkosten  verschiedener Sorten, natürlich andere, als am Abend vorher. Und diesmal eine Runde mehr als am Vortag.
Der eigentliche Spaß fing aber erst nach Verlassen des Lokals an. Jedenfalls für Susanne und Holger, denn Andrea sorgte für das Unterhaltungsprogramm. Zumindest kurzzeitig. Nach kleinen Tanzeinlagen auf dem Weihnachtsmarkt, entschied sie ziemlich abrupt, dass sie nicht mehr reden mochte und eigentlich nur noch nach Hause wollte. Höchste Zeit also, um in die Ferienwohnung aufzubrechen. Was da passierte, haben wir ja schon eingangs beschrieben. ;-)

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