Posts mit dem Label Antwerpen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Antwerpen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Von A nach G



Bevor es weiter zum dritten Ziel unserer Reise ging, galt es noch ein wenig Zeit in Antwerpen rumzubekommen.
Nachdem wir ja gestern noch recherchiert hatten, dass man uns in die tolle Kirche aufgrund von Renovierung nicht reinlassen will, führte uns der Weg nun Richtung Hafen.
So richtig zufriedenstellend war der Ausflug nicht, da sich das Hafengelände doch ziemlich weit zieht und vor allem nicht für Fußgänger und schon mal gar nicht für Touristen geeignet ist.
Zudem ging der Sturm ja auch an Belgien nicht vorbei und so war es doch etwas unangenehm zum lange draußen rumlaufen.
Also zum Bahnhof und ab nach Gent.

Ab diesem Teil der Reise haben wir ja männliche Begleitung. Andrea hatte in ihrer unendlichen Güte eingesehen, dass das junge Glück nicht 11 Tage lang getrennt sein kann und vorgeschlagen, dass Holger doch mitreisen kann.
Und so sind wir ab jetzt zu dritt unterwegs.
Unsere Ferienwohnung in Gent ist groß und gleich um die Ecke beginnt das historische Stadtzentrum.
Ein kurzer Rundgang vermittelte schon einen eindrucksvollen Überblick, was uns in den nächsten zweieinhalb Tagen erwartet. Nicht umsonst gilt das Genter Stadtpanorama mit seinen Kirchen und Türmen aus Gotik, Renaissance und Barock, als eines der schönsten Flanderns.

Nachdem es auch Holger am Abend her geweht hatte, lassen wir den Abend nun mit Pizza und – was sonst – leckerem Bier in unserer Ferienwohnung ausklingen. Es gibt hier so viel zu schauen, da wollen die Tage ordentlich geplant sein, damit wir nicht ständig kreuz und quer durch die Stadt irren.
Mehr gibt es heute auch nicht zu berichten, morgen dann mehr.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Ein Tag mit Rubens...



Nachdem wir uns heute Morgen erst mal ein Frühstück gesucht hatten, stand der Tag ganz im Zeichen des Sight Seeings und der Hochkultur. Unser erstes Ziel war das Rubenshaus. Da Rubens zu den Malern zählte, die auch schon zu Lebzeiten gut Geld verdient haben, konnte er es sich leisten, ein schnuckliges Anwesen mitten in Antwerpen zu kaufen und nach seinen Plänen gestalten zu lassen. So kann man durchaus mal wohnen. Von der Originaleinrichtung ist zwar nichts erhalten, aber allein die Gestaltung der Wände und Türen ist nicht von schlechten Eltern. Dazu kommt eine kleine, feine Ausstellung von Rubensgemälden und seinen Zeitgenossen. Ein sehr gelungener Auftakt des Tages.
Anschließend folgten wir dem vom Reiseführer vorgeschlagenen Weg, um zur Kathedrale zu gelangen. Dabei stellten wir fest, dass die Innenstadt Antwerpens eine einzige Shoppingmeile ist. Allerdings alles ein wenig außerhalb unseres Budgets. Aber Schaufenster gucken kann ja auch Spaß machen.

Schließlich kamen wir zur Kathedrale, hierzulande Onze-Lieve-Vrouwekathedraal  gennant. Ein sehr imposantes Bauwerk, was uns natürlich schon seit gestern permanent begleitet, denn der Turm ist von überall zu sehen. Da auch sie zu einer der größten Kirchen zählt, ist der Innenraum ebenfalls extrem beeindruckend. Zu den Höhenpunkten zählen zweifellos zwei der vier Rubensbilder, die hier ihren festen Platz haben, und die 300 Jahre alte hölzerne Kanzel, die einfach nur faszinierend ist. Wir haben schon viele Kanzeln gesehen, aber diese zählt wirklich zu den schönsten. Leider konnte man nicht alles besichtigen, da an allen Ecken und Enden restauriert wird. Aber auf 117 Meter Gesamtlänge gab es trotzdem mehr als genug zu sehen. ;-)

Als wir aus der Kathedrale raus kamen, hatte uns der Wettergott leider verlassen, der uns bisher so hold gewesen war. Es nieselte und der Himmel war grau und wolkenverhangen. Aber davon ließen wir uns natürlich nicht abhalten. Zunächst machten wir einen erneuten Abstecher auf den Grote Markt. Ein – wie der Name schon sagt – großer Platz mit einer Ansammlung von total hässlichen  Gebäuden aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Aber hässliche Gebäude können die eh gut hier. ;-)
Dann führte uns unser Weg zur Schelde, dem Fluss. Dort erkundeten wir kurz die Steen, die Überreste einer alten Stadtburg. Und bei gutem Wetter hätte man von hier aus auch einen tollen Blick auf den Hafen von Antwerpen. Aber gutes Wetter war ja leider grade aus.
Also steuerten wir auf die zweite Kirche des heutigen Tages zu: die St.-Pauluskerk. Nur leider wollte man uns da nicht. Uns wurde die Tür vor der Nase zugeschlossen. :-(
Ein wenig frustriert zogen wir den Rückzug an. Das Wetter bot sich nicht für weitere Außenerkundungen an, für Innenerkundungen war es mittlerweile aber auch zu spät, da wir nichts mehr ordentlich hätten schaffen können. Da half nur die Flucht in eine ordentliche Kneipe und ein leckeres belgisches Bier, um unsere Laune wieder anzukurbeln.  Kurzerhand änderten wir die Planung und erkundeten ein Einkaufszentrum. Brachte allerdings nicht so viele neue Erkenntnisse. Da war der Carrefour-Supermarkt (einen ganz lieben Gruß an den Tipp-Geber ;-)) im Untergeschoss schon viel spannender. Wenn das so weiter geht, wird Susanne den größten Teil des Geldes für Lebensmittel ausgeben. Und Andrea macht da gerne sofort mit. ;-)
Zum Abendessen gab es Pommes bei einer der ältesten und bekanntesten Buden Flanderns und jetzt sitzen wir in unserem gemütlichen Zimmer und schlürfen lecker Bier.
Mal schaun, was das Wetter morgen Vormittag hergibt. Wenn es passt, werden wir dem Hafen noch einen kurzen Besuch abstatten und auf jeden Fall noch einen Abstecher zur St.-Jakobskerk machen, in der Rubens begraben liegt. Okay - die Kirche dann wohl doch nicht, wie die Recherche grade ergeben hat. Die wird nämlich auch restauriert... so, wie gefühlt halb Antwerpen. Aber dann geht die Reise weiter nach Gent.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Schokolade meets Wasabi



Zum vorläufigen Abschied aus Brüssel gab es am Vormittag noch einen kleinen Abstecher ins Stadtmuseum. Allerdings wollten wir dort nur einen ganz bestimmten Teil sehen. Das Original von Manneken Pis – in der Stadt steht aus Angst vor einem Diebstahl nämlich nur eine Nachbildung – und seine riesige Kleiderkammer!
Und die ist wirklich umfangreich. Kleider aus allen Herren Länder. U.a. entdeckten wir eine Eishockeyausstattung der Montreal Canadiens und auch Erich Honecker hat anlässlich eines Belgienbesuches eine DDR-Uniform für den kleinen Kerl als Geschenk mitgebracht.
Anschließend ging es dann mit dem Zug weiter nach Antwerpen.


Einer der schönsten Bahnhöfe weltweit empfing uns. Und wo wir schon hier waren, unternahmen wir gleich einen kleinen Abstecher ins Diamantenviertel.
Nicht gerade die schönste Ecke Antwerpens, aber mit Sicherheit die am besten überwachte.
Ein Diamantengeschäft reiht sich an das andere. Und dies ganze Straßenzüge lang.
Unsere klitzekleine Wohnung liegt nahe dem Hafenviertel. Wobei Wohnung… es ist ein kleines gemütliches Zimmer mit einem niedlichen kleinen Bad in einem Privathaus.
Diesmal sind wir nicht ganz so zentral untergebracht, aber auch Antwerpen ist nicht sehr groß. Von daher haben wir bei unserem kleinen Rundgang, um uns einen Überblick zu verschaffen, auch schon wieder einiges gesehen. Aber zunächst galt es, belgische Waffeln zu jagen. In Brüssel waren wir nicht dazu gekommen und im ersten Moment machte es den Eindruck, als würde es hier auch nicht klappen. Zwei von zwei gesichteten Waffelläden waren zu. Aber dann wurden wir doch fündig. Lecker gestärkt gingen wir dann auf weitere Erkundungstour und entdeckten auch prompt den Disneystore. Andrea hatte bereits am Bahnhof die Tüten vorbeilaufen sehen und große Augen bekommen.
Warum ausgerechnet Belgien einen dieser seltenen Shops weltweit erhält, erklärt sich uns nicht, aber egal…. Es gab auch lange nicht so viel wie in London, aber immerhin hatten sie die drei Antwerpen spezifischen Sachen um die Hälfte reduziert.


Die eigentliche Entdeckung des Tages aber waren Pralinen!
Nichts Ungewöhnliches in Belgien und wir haben bisher auch so gefühlt an die 100 Geschäfte gesehen. Aber dieser heute war schon etwas Besonders.
Kronleuchter, Gemälde und große Engelsfresken lockten uns von der Straße direkt den Teil des Paleis op de Meir, wo auch zwischenzeitlich Napoleons Feldmarschall untergebracht war, welcher sich als Schokoladenladen entpuppte.
Nicht nur die Inneneinrichtung ließ uns sprachlos werden, auch die Pralinenkreationen hatten es in sich. Weit entfernt von den sonst üblichen Geschmacksrichtungen hat der Chocolatier Dominique Persoone sich hier so richtig ausgetobt. Und so gibt es hier dann eben auch Pralinen mit Bacon-, Wasabi-, Sojasauce- Zigarren-, Sake-, Apfelessig- oder frittiertem Zwiebelgeschmack.
Klingt eklig, aber wenn es von einem Shock-o-latier zubereitet wird, dann ist es nicht ohne Grund Michelin Guide würdig. Wir haben Wasabi probiert und es war eine Geschmacksexplosion allererster Güte. Susanne ist ja eher nicht so das Schokomäulchen, aber bei der Praline ging auch sie in die Knie.
Man konnte in der angrenzenden Küche auch beim Herstellen zuschauen und einige große Schokoladenkunstwerke betrachten.
Da es in Brügge noch den Hauptsitz gibt, werden wir da auf jeden Fall nochmal einkaufen.
Da wird kein anderer Chocolatier mehr ran reichen. :-)

Zum Abschluss des Tages haben wir uns dann noch ein nettes Restaurant mit flämischer Küche gesucht und lassen den Abend nun bei einem leckeren Bier im Zimmer ausklingen.